Weißenhornerbirne

| Unterlage: | Kirchensaller Mostbirne |
| Virusprüfung: | 10 / 205 |
| Lieferant: | Renzhofer, Kötz |
Anpflanzung am 29. April 1995 von Karlheinz Thoma
Die Weißenhornerbirne (oft auch Weißenhorner Birne geschrieben) ist eine sehr seltene, historische und heute leider gefährdete Regionalsorte aus Bayerisch-Schwaben.
Hier sind die wichtigsten Fakten zu dieser besonderen Birne:
1. Herkunft und Geschichte
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Züchtung: Sie wurde zwischen 1896 und 1899 von Paul Ziegler, einem Baumschuler aus Weißenhorn, gezüchtet.
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Entstehung: Der Ursprung der Sorte liegt im benachbarten Pfaffenhofen. Ziegler erhielt damals einen Urbaum aus einer württembergischen Baumschule und zog durch gezielte Kreuzungen mit anderen Sorten die heutige Weißenhornerbirne heran.
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Bestand: Heute ist sie eine absolute Rarität. Fast alle kartierten Exemplare dieser Sorte in Bayerisch-Schwaben befinden sich im Landkreis Neu-Ulm.
2. Aussehen und Geschmack
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Form und Farbe: Die Früchte sind klassisch flaschenförmig. Die Schale besitzt eine gelbe Grundfarbe, die ansprechend mit roten Streifen verziert ist.
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Geschmack: Es handelt sich um eine fein aromatische Tafelbirne, die hervorragend für den direkten Genuss als Frischobst geeignet ist.
3. Ernte und Baum
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Reifezeit: Die Birne ist eine Frühherbstsorte und meist im September erntereif (einige Baumschulen geben den Reifebeginn auch schon für Ende August an).
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Wuchs: Der Baum wächst sehr kräftig und gilt als extrem robust.
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Standortansprüche: Aufgrund der sehr gesunden Belaubung, die Pflanzenschutzmaßnahmen praktisch überflüssig macht, hat sich die Weißenhornerbirne in der Vergangenheit in vielen Dörfern der Region als idealer, langlebiger „Hofbaum“ bewährt.