Großer Rheinischer Bohnapfel



| Unterlage: | Sämling |
| Virusprüfung: | 13 / 071 |
| Lieferant: | Scheerer, Albeck |
Anpflanzung am 29. April 1995 von Anna und Hermann Steck
Der Große Rheinische Bohnapfel (oft einfach Bohnapfel genannt) ist eine der bekanntesten, wüchsigsten und traditionellsten alten Wirtschaftsappelsorten in Deutschland, insbesondere im rheinischen und süddeutschen Raum.
Herkunft & Geschichte
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Entstehung: Die genaue Herkunft ist nicht abschließend geklärt, aber die Sorte ist seit dem 18. Jahrhundert (erwähnt um 1790 im Raum Köln/Rheinland) bekannt und weit verbreitet.
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Bedeutung: Wegen ihrer extremen Robustheit und des enormen Ertrags war sie jahrzehntelang eine der wichtigsten Standardsorten im deutschen Streuobstanbau (1994 wurde sie zur Streuobstsorte des Jahres gekürt).
Baum & Wuchs
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Wuchseigenschaften: Der Baum wächst sehr stark und bildet riesige, hochgewölbte und breit ausladende Kronen mit kräftigem Holz. Er benötigt daher im Obstgarten viel Platz.
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Standort & Klima: Die Sorte stellt nur geringe Ansprüche an den Boden, gedeiht selbst auf kargeren Standorten und kommt gut mit rauen, windigen oder höheren Lagen zurecht. Da die Blüte recht spät einsetzt, ist sie weitgehend unempfindlich gegenüber Spätfrösten.
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Gesundheit: Der Baum ist außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Krankheiten und Witterungseinflüsse, wenngleich er in sehr feuchten Lagen leicht anfällig für Fruchtfäule sein kann.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die mittelgroßen Früchte sind gleichmäßig rundlich bis hochgebaut. Die Schale ist glatt, anfangs grünlich-gelb und zeigt zur Reife ein helles, sonnenseitig oft leicht gerötetes oder gestreiftes Aussehen mit typischen kleinen Schalenpunkten.
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Fruchtfleisch & Geschmack: Das weißlich-grüne Fruchtfleisch ist sehr fest, knackig und saftig. Geschmacklich dominiert eine kräftige, frische Säure bei verhaltenem Zuckergehalt; für den puren Frischverzehr direkt vom Baum ist er daher eher zu sauer.
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Reife & Lagerung: Die Ernte erfolgt spät im Oktober. Der Apfel ist ein ausgezeichneter Winterlagerapfel: Seine Genussreife beginnt ab Dezember/Januar und reicht oft bis in den Mai hinein.
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Verwendung: Er ist der klassische, unverzichtbare Most- und Wirtschaftsäpfel im Streuobstanbau. Wegen der hohen Saftausbeute und der kräftigen Säure ist er hervorragend zur Herstellung von Saft und Most geeignet (oft als idealer Verschnittpartner für süßlichere Sorten) und lässt sich gut zum Kochen und Backen verwenden.