Teuringer Winterrambur



| Unterlage: | Bittenfelder Sämling |
| Virusprüfung: | 10 / 090 |
| Lieferant: | Baumgartner, Pfarrkirchen |
| Stammbildner: | Maunzenapfel |
Anpflanzung am 09. November 1996 von Martin Wöhrle †
Übernahme am 10.09.2011 von Elisabeth Wöhrle-Schmied und Dagmar Rösch
Der Teuringer Winterrambur (in der pomologischen Fachliteratur und in weiten Teilen Deutschlands vor allem unter dem Hauptnamen Rheinischer Winterrambur, regional auch als Jägerapfel oder Menznauer Jäger bekannt) ist eine der traditionsreichsten und urwüchsigsten Winterapfelsorten Europas. Sie blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück und gilt als extrem robuster, langlebiger Dauerapfel für traditionelle Streuobstwiesen.
Herkunft & Geschichte
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Ursprung: Die Sorte ist von hochgradig historischer Natur; ihre Ursprünge reichen nachweislich in die Zeit zwischen 1650 und 1700 zurück (erste Erwähnungen als anerkannte Wirtschaftssorte).
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Verbreitung & Bedeutung: Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Winterrambur ein in ganz Mitteleuropa weit verbreiteter und hochgeschätzter Winterapfel. Wegen seiner großen Unempfindlichkeit und der hervorragenden Haltbarkeit im Lager bildete er das Rückgrat der ländlichen Selbstversorgung. Er ist unter anderem auch im regionalen Obstbaummuseum in Pfaffenhofen an der Roth als traditionelle Sorte vertreten.
Baum & Wuchs
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Wuchsform: Der Baum zeigt einen mittelstarken bis starken, kräftigen Wuchs und bildet im Laufe der Jahre eine breite, stark verästelte Krone aus. Als Hochstamm auf einer starkwüchsigen Unterlage ist er ein langlebiger Charakterbaum für die Streuobstwiese.
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Standort & Robustheit: Der Teuringer Winterrambur stellt erfreulich geringe Ansprüche an Boden und Klima, wobei feuchte Böden sein Wachstum besonders begünstigen. Er ist extrem widerstandsfähig gegen Wind und Witterung und kann in geschützten Lagen bis zu Höhen von 1000 Metern angebaut werden.
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Blüte: Da die Blütezeit erst mittelspät einsetzt, entgeht der Baum späten Frühlingsfrösten äußerst zuverlässig und liefert im Vollertrag verlässliche, reiche Ernten (wobei er als triploide Sorte selbst kein tauglicher Pollenspender ist).
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die Früchte fallen groß bis sehr groß aus und besitzen eine markante, flachrunde Form mit oft leicht ungleichmäßigen Hälften und kräftigen Rippen. Die glatte, leicht fettige Schale zeigt eine hellgrüne Grundfarbe, die bei Reife in ein helles Gelb übergeht und auf der Sonnenseite flammend rot marmoriert oder verwaschen ist, begleitet von weitläufigen Schalenpunkten und einem intensiven Duft.
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Geschmack: Das gelblich-weiße bis weiße Fruchtfleisch ist von saftiger, fester Beschaffenheit und reich an Vitamin C. Geschmacklich bietet er eine angenehme, milde Süße mit einer sehr säurearmen, harmonischen Note.
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Reife & Lagerung: Die Pflückreife beginnt Mitte bis Ende Oktober. Frisch vom Baum ist er noch recht neutral, weshalb er zwingend eine Kellerreife benötigt: Seine optimale Genussreife entfaltet er von Dezember bis März, bei kühler Lagerung hält er sich mühelos bis in den Mai hinein.
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Verwendung: Der Teuringer Winterrambur ist ein hervorragender und langlebiger Wirtschafts- und Backapfel. Seine geschmacklichen Vorzüge zeigen sich vor allem beim Backen im Kuchen oder als Bratapfel, wo er ein feinsäuerliches, wunderbar duftendes Aroma entfaltet; zudem wird er gerne für Saft und Brand verwendet.