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Gelbe Knorpelkirsche

Anpflanzung am 29. April1995 von Inge Thoma

Nachpflanzungen am 28. Oktober 1995, am 09. November 1996, am 28. April 1997

 


Die Gelbe Knorpelkirsche (in der Fachliteratur und im Handel meist als Dönissens Gelbe Knorpelkirsche, regional auch als Honigkirsche, Bernsteinkirsche, Wachskirsche oder Weißkirsche bezeichnet) ist die wohl bekannteste und beliebteste gelbfrüchtige Süßkirschensorte Deutschlands. Sie zeichnet sich durch ihre charakteristische bernsteingelbe Farbe, ein süßes, honigartiges Aroma sowie den großen Vorteil aus, dass sie deutlich weniger von Vögeln und Kirschfruchtfliegen befallen wird als rote Kirschen.

Herkunft & Geschichte

  • Entdeckung: Die Sorte wurde um das Jahr 1820 in Guben (an der Neiße) als zufälliger Sämling bzw. als Ast-Sport entdeckt und nach ihrem Entdecker bzw. Züchter Dönissen benannt.

  • Verbreitung: Erstmalig wissenschaftlich erwähnt wurde die Kirsche im Jahr 1825 von dem bekannten Pomologen Georg Liegel. Seither hat sie sich als traditionsreiche Liebhabersorte in ganz Mitteleuropa etabliert und ist ein geschätzter Bestandteil vieler alter Obstgärten und Streuobstbestände.

Baum & Wuchs

  • Wuchsform: Der Kirschbaum wächst kräftig und bildet mit schrägen, steil aufrechten Leitästen sowie waagerechten Seitenästen eine schöne, kugelige und dicht verzweigte Krone aus.

  • Standort & Robustheit: Die Sorte ist äußerst winterhart und anspruchslos, bevorzugt jedoch nährstoffreiche, durchlässige und kalkhaltige Böden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Staunässe sollte vermieden werden.

  • Blüte & Ertrag: Die Blüte setzt spät ein, wodurch der Baum zuverlässig Spätfrösten entgegnet. Da die Gelbe Knorpelkirsche selbststeril ist, benötigt sie passende Befruchtersorten (wie etwa Schneiders späte Knorpelkirsche, Büttners Rote Knorpelkirsche oder die Hedelfinger Riesenkirsche) in der Nachbarschaft; im Ertrag liefert sie dann alljährlich sehr reiche und zuverlässige Ernten.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die mittelgroßen Früchte besitzen eine stumpfherzförmige bis abgerundete Form. Die glänzende, leicht durchscheinende Schale strahlt in einer blass- bis bernsteingelben Grundfarbe, die bei Reife sonnenseitig leicht goldig oder bräunlich-gelb werden kann.

  • Geschmack: Das hellgelbe, feste Fruchtfleisch ist von weißlichen Adern durchzogen, mäßig bis saftig und entfaltet bei Vollreife ein herrlich süßes, honigartiges Aroma mit nur sehr geringer Säure.

  • Reife & Verwendung: Die Erntezeit erstreckt sich von der 5. bis 6. Kirschwoche (meist ab Juli bis Anfang August). Aufgrund ihrer hellen Farbe wird die Gelbe Knorpelkirsche von Vögeln traditionell weitgehend verschmäht („Vogelschutz-Kirsche“). Sie ist ein fantastischer Frischverzehr (Naschkirsche für den Hausgarten) und eignet sich zudem wunderbar zum Einmachen, für Kompott und zur Herstellung feiner Marmeladen.

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