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Schöner von Wiltshire

Unterlage: MM 106
Lieferant: Haage, Leipheim

 

 

Der Schöne von Wiltshire (oft auch Wiltshire, Beauty of Wiltshire oder in Bayern als Weiße Wachsrenette bekannt) ist eine traditionelle Apfelsorte.

Herkunft & Geschichte

  • Herkunft: Die Sorte stammt ursprünglich aus der Grafschaft Wiltshire im Südwesten Englands und ist dort sowie in Süddeutschland verbreitet.

  • Bekanntheit: Nachgewiesen ist sie seit dem Jahr 1840, und in Bayern wird sie seit etwa 1920 unter dem Namen Weiße Wachsrenette geführt. Heute steht sie in Deutschland auf der Roten Liste gefährdeter Nutzpflanzen.

Baum & Wuchs

  • Wuchseigenschaften: Der Baum wächst in der Jugend stark und entwickelt später einen mittelstarken Wuchs mit einer hochovalen, locker verzweigten Krone und leicht überhängenden Ästen.

  • Standort & Robustheit: Die Sorte stellt geringe Ansprüche an den Boden, ist sehr frosthart und eignet sich hervorragend für den Anbau in rauen Lagen. Zudem besitzt sie eine sehr gute Gesundheit und gilt als sehr resistent gegen Schorf.

  • Blüte & Ertrag: Die mittelfrühe Blüte ist ebenfalls robust gegenüber Frost, und der Baum liefert regelmäßige sowie hohe Erträge. Da er ein diploider Apfelbaum ist, fungiert er als guter Pollenspender für andere Sorten.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die Früchte sind mittelgroß bis groß, unregelmäßig aufgebaut, abgestumpft und merklich breiter als hoch. Die Schale ist glatt, gelblich-grün (nach der Ernte zunächst grün, später gelblich-grün) und zeigt auf der Sonnenseite oft leicht rötliche Streifen oder eine orange-rötliche Verwaschung.

  • Geschmack & Fleisch: Das Fleisch ist fest, saftreich und zeichnet sich durch einen intensiven Geschmack mit einem hohen Zucker- sowie Säuregehalt und ein markantes Aroma aus.

  • Reife & Lagerung: Die Erntezeit beginnt im Oktober. Die Genussreife reicht von November bis in den Mai hinein, wobei die Früchte sehr gut lagerfähig sind.

  • Verwendung: Die Sorte ist äußerst vielseitig – sie wird als Tafelapfel für den Direktverzehr, zum Kochen, Backen, für Müsli, zur Mostgewinnung sowie zum Brennen von Edelbränden eingesetzt.

 

Anpflanzung am 04. Mai 1995 von Hans Wöhrle sen.

 

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