Prinzenapfel


| Unterlage: | Bittenfelder Sämling |
| Virusprüfung: | 10 / 090 |
| Lieferant: | Baumgartner, Pfarrkirchen |
Anpflanzung am 09. November 1996 von Gundula Fett
Übernahme am 28. März 2009 durch Sabine und Herwig Dittrich
Der Prinzenapfel (regional aufgrund seiner markanten Form oft auch als Hasenkopf, Flaschenapfel oder wegen seines Geschmacks als Ananasapfel bekannt) ist eine historisch überaus bedeutsame und optisch unverwechselbare Apfelsorte. Als feiner Tafelapfel galt er früher als echte Delikatesse und ist heute ein besonderes Schmuckstück für gut gepflegte Streuobstwiesen und Hausgärten.
Herkunft & Geschichte
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Die genauen Ursprünge der Sorte lassen sich heute nicht mehr zweifelsfrei klären. Pomologen vermuten ihre Heimat jedoch im norddeutschen Raum (möglicherweise Pommern) oder in Holland, wo sie bereits im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert weit verbreitet war.
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Aufgrund seines herausragenden Geschmacks und der sehr charakteristischen Fruchtform erlebte der Prinzenapfel rasch eine weite Verbreitung durch ganz Mitteleuropa und war im 19. Jahrhundert einer der beliebtesten und meistgepflanzten Tafeläpfel überhaupt.
Baum & Wuchs
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Der Baum wächst in der Jugend mittelstark, schwächt sich im Vollertrag aber spürbar ab. Er bildet eine anfangs eher aufrecht schmale, hochovale und im Alter leicht überhängende Krone aus. Für die Pflanzung als Hochstamm auf einer Streuobstwiese benötigt er zwingend eine starkwüchsige Unterlage.
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An den Standort stellt der Prinzenapfel gehobene Ansprüche: Er benötigt tiefgründige, warme und nährstoffreiche Böden sowie eine gut durchlüftete Lage. In nasskalten, schweren oder nebligen Lagen reagiert der Baum extrem empfindlich und ist sehr anfällig für Obstbaumkrebs und Apfelschorf.
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Die Blütezeit ist mittelfrüh bis mittelspät. Hat sich der Baum an einem guten Standort etabliert, liefert er regelmäßige und reiche Erträge.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die mittelgroßen bis großen Früchte sind absolut namensgebend für seine Synonyme: Sie sind auffällig hochgebaut, walzen- bis kegelförmig und verjüngen sich oft zur Blüte hin stark („Hasenkopf“). Die anfangs grüngelbe, glatte Schale färbt sich zur Reife in ein helles Gelb, das auf der Sonnenseite von einem kräftigen, leuchtenden Rot (oft leicht gestreift) überzogen ist.
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Geschmack: Das gelblich-weiße Fruchtfleisch ist fein, sehr zart und herrlich saftig. Geschmacklich ist der Prinzenapfel ein absolutes Highlight: Er bietet ein harmonisches, angenehm süßsäuerliches Profil mit einer herausragenden, kräftigen Würze, die deutlich an Ananas oder auch an Melone erinnert.
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Reife & Lagerung: Als typischer Herbstapfel beginnt die Ernte meist ab Ende September bis Mitte Oktober. Die Früchte sind praktisch sofort baumfrisch genussreif und ein echtes Erlebnis. Für eine sehr lange Winterlagerung sind sie nicht gemacht – im kühlen Naturlager halten sie sich maximal bis Dezember oder Januar, danach wird das Fleisch mürbe und trocken.
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Verwendung: Aufgrund seines delikaten, ananasartigen Aromas und der feinen Struktur ist der Prinzenapfel in allererster Linie ein exzellenter Tafelapfel für den frischen Genuss im Herbst. Darüber hinaus eignet er sich wunderbar für besonders feines Apfelmus, edle Desserts und Kuchen.