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Rubinola

Unterlage:  
Virusprüfung: 13071
Lieferant: Scheerer, Albeck

Anpflanzung Hedelfinger Riesenkirsche am 20. Oktober 1995 von Barbara Vogler

Neupflanzung Apfel Rubinola undÜbernahme am 27.03.2010 von Georg und Veronika Birkle

 


Der Rubinola ist eine vergleichsweise junge, moderne Apfelsorte, die sich in den letzten Jahrzehnten zu einem absoluten Favoriten für ökologisch bewirtschaftete Streuobstwiesen und naturnahe Hausgärten entwickelt hat. Er kombiniert einen herausragenden, aromatischen Geschmack mit einer exzellenten natürlichen Widerstandskraft gegen die häufigsten Apfelkrankheiten.

Herkunft & Geschichte

  • Die Sorte stammt aus der Tschechischen Republik. Sie wurde Anfang der 1980er Jahre (offiziell registriert 1997) am renommierten Institut für experimentelle Botanik in Prag (Střížovice) gezüchtet. Übrigens stammt auch die sehr bekannte Bio-Sorte Topaz aus demselben Züchtungsprogramm.

  • Es handelt sich um eine gezielte Kreuzung aus den Sorten Prima und Rubin (wobei Letzterer vom berühmten Lord Lambourne abstammt). Das Zuchtziel war es, einen Apfel zu erschaffen, der die hervorragenden geschmacklichen Eigenschaften seiner Vorfahren mit einer genetischen Resistenz gegen Apfelschorf vereint – was bei der Sorte Rubinola absolut meisterhaft gelungen ist.

Baum & Wuchs

  • Der Baum wächst in den ersten Jahren sehr kräftig und stark aufrecht. Später, wenn der Ertrag einsetzt, bildet er eine lockere, breite und gut verzweigte Krone aus. Da er seine Früchte vorwiegend am langen, einjährigen Fruchtholz (an den Triebspitzen) trägt, darf er beim Rückschnitt nicht einfach „gestutzt“, sondern sollte eher behutsam ausgelichtet werden.

  • Der wohl größte Pluspunkt für den Streuobstanbau ist seine enorme Blattgesundheit. Rubinola ist vollständig schorfresistent und zudem sehr widerstandsfähig gegen Mehltau. Dadurch gedeiht der Baum auch in etwas ungünstigeren Lagen ohne jeglichen chemischen Pflanzenschutz völlig problemlos.

  • Die schönen hellrosafarbenen Blüten öffnen sich mittelfrüh. Der Baum liefert regelmäßige und gute Erträge, benötigt aber andere Apfelsorten (wie etwa Gala, Elstar oder die Goldparmäne) in der direkten Umgebung als Pollenspender.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die mittelgroßen, meist kugeligen bis leicht abgeflachten Früchte sind ein echter optischer Hingucker. Die glatte Schale hat eine hell- bis goldgelbe Grundfarbe, die auf der Sonnenseite von einer flächigen, leuchtend karminroten bis orangeroten Deckfarbe überzogen oder fein gestreift ist.

  • Geschmack: Das gelbliche Fruchtfleisch ist feinzellig, sehr knackig und herrlich saftig. Geschmacklich wird der Rubinola oft zu den besten modernen Sorten überhaupt gezählt: Er bietet ein herausragendes, fein gewürztes und erfrischend süß-säuerliches Aroma, das viele Kenner stark an den Cox Orange erinnert.

  • Reife & Lagerung: Als klassischer Frühherbstapfel beginnt die Ernte meist ab Mitte bis Ende September. Ein großer Vorteil: Er ist fast unmittelbar nach der Ernte genussreif. Im kühlen Naturlager hält er sich zudem hervorragend bis in den Februar oder März hinein, ohne stark an Knackigkeit einzubüßen.

  • Verwendung: Dank seines edlen, würzigen Aromas und des ungewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalts ist der Rubinola in allererster Linie ein erstklassiger Tafelapfel für den Direktverzehr. Darüber hinaus liefert er durch seine enorme Saftigkeit einen exzellenten, erfrischenden Apfelsaft für edlen Süßmost.

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