Kaiser Alexander



| Unterlage: | Bittenfelder Sämling |
| Virusprüfung: | 10 / 090 |
| Lieferant: | Baumgartner, Pfarrkirchen |
| Stammbildner: | Maunzenapfel |
Anpflanzung am 09. November 1996 von Ottmar und Anneliese Zweifel
Der Kaiser Alexander (oft auch als Kaiser Alexander Apfel, Emperor Alexander oder in historischen Quellen schlicht als Alexanderapfel bezeichnet) ist eine alte, imposante und weltweit bekannte Apfelsorte. Sie gehört zu den sogenannten Prachtäpfeln der Geschichte und besticht vor allem durch ihre gigantischen, wunderschön gefärbten Früchte, die im Spätherbst ein echter Blickfang auf jeder traditionellen Streuobstwiese sind.
Herkunft & Geschichte
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Die genauen Ursprünge dieser historischen Sorte lassen sich auf die Ukraine (damals Teil des Russischen Kaiserreichs) zurückführen. Sie wurde um das Jahr 1780 in der Region um Cherson entdeckt und als Zufallssämling beschrieben.
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Um das Jahr 1805 gelangte der Apfel über England und Frankreich nach Westeuropa. Benannt wurde er zu Ehren des russischen Zaren Alexander I., der während der napoleonischen Kriege regierte. Aufgrund seiner enormen Fruchtgröße und der ansprechenden Optik erlebte der Kaiser Alexander im 19. Jahrhundert einen beispiellosen Siegeszug und wurde von Pomologenvereinen als wertvolle Marktsorte für den Export empfohlen.
Baum & Wuchs
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Der Baum zeichnet sich durch einen kräftigen, anfangs sehr steilen Wuchs aus, der sich später mit einsetzendem Ertrag zu einer breiten, gut verzweigten und lockeren Krone ausbildet. Auf der traditionellen Streuobstwiese entwickelt er sich auf einer starkwüchsigen Unterlage zu einem stattlichen, langlebigen Hochstamm, der jedoch genügend Freiraum benötigt.
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An den Standort stellt der Kaiser Alexander mittlere bis gehobene Ansprüche: Er bevorzugt nahrhafte, tiefgründige und ausreichend feuchte Böden in warmen, geschützten Lagen. In sehr rauen, nasskalten oder windigen Lagen neigt das Holz zu Frostempfindlichkeit und der Baum zeigt sich anfälliger für Pilzkrankheiten.
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Die Blütezeit ist mittelfrüh. Die großen, auffälligen Blüten sind gut frostunempfindlich, allerdings benötigt der Baum geeignete Pollenspender (wie beispielsweise den *Goldparmäne* oder den *Weißen Klarapfel*) in seiner direkten Umgebung.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die Früchte sind das absolute Markenzeichen der Sorte: Sie fallen von Natur aus groß bis riesig aus, sind oft ungleichmäßig, breit kegelförmig bis leicht kantig geformt. Die glatte, feste Schale hat eine hell- bis grüngelbe Grundfarbe, die auf der Sonnenseite von einer prächtigen, leuchtend orangeroten bis karminroten Marmorierung und feinen Streifen überzogen ist.
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Geschmack: Das gelblich-weiße Fruchtfleisch ist verhältnismäßig grobzellig, saftig und locker im Aufbau. Geschmacklich bietet der Kaiser Alexander ein erfrischendes, mild säuerliches Aroma, das von einer feinen Würze und einer angenehmen Süße begleitet wird – ein klassischer, ehrlicher Herbstgeschmack.
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Reife & Lagerung: Als typischer Frühherbst- bis Herbstapfel beginnt die Ernte meist ab Mitte bis Ende September. Die Früchte sind kurz nach der Ernte bereits genussreif. Für eine lange Winterlagerung ist der Kaiser Alexander jedoch nicht ausgelegt; im kühlen Naturlager hält er sich gut bis November oder Dezember, bevor das Fleisch zu mehligen Übergängen neigt.
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Verwendung: Der Kaiser Alexander ist ein hervorragender und optisch eindrucksvoller Tafelapfel für den frischen Verzehr im Herbst. Durch seine Größe und seine lockere Struktur eignet er sich zudem hervorragend als Back- und Kochapfel (etwa für große Bratäpfel) sowie zur Herstellung von saftigem, mildem Apfelmus.