Schöner von Herrnhut


| Unterlage: | Bittenfelder Sämling |
| Virusprüfung: | 10 / 205 |
| Lieferant: | Renzhofer, Kötz |
Anpflanzung am 02. Mai 1995 von Hildegard Rabus
Der Schöne von Herrnhut (auch einfach Herrnhuter genannt) ist eine traditionelle und geschätzte historische Apfelsorte aus der Oberlausitz in Sachsen.
Herkunft & Geschichte
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Entstehung: Der Apfel wurde um 1880 von dem Baumschulbesitzer A. Heintze als Zufallssämling in dem sächsischen Ort Herrnhut gefunden.
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Verbreitung: Ab 1900 war die Sorte im Handel erhältlich und erfreute sich wegen ihrer Genügsamkeit rasch großer Beliebtheit. Wegen ihrer besonderen Bedeutung wurde sie von Slow Food in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen.
Baum & Wuchs
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Standort & Robustheit: Das Holz und die Blüten des Baumes sind beachtlich widerstandsfähig gegen Frost, wodurch sich die Sorte hervorragend für den Anbau in rauen, windigen und höheren Lagen eignet. Extreme Trockenheit verträgt der Baum jedoch nicht gut.
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Gesundheit: Die Sorte ist mittelstark anfällig für Schorf und Mehltau; auf schweren Böden kann es gelegentlich zu Problemen mit Krebs und Spitzendürre kommen.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die Früchte sind eher hochgebaut, besitzen eine relativ geringe bis mittlere Größe und haben eine grüngelbe Grundfarbe mit einer dunkelroten Deckfarbe und charakteristischen Streifen. Typisch sind zudem feine rötliche Adern im weiß-gelblichen Fruchtfleisch, die von der Schale nach innen verlaufen.
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Geschmack: Der Schöne von Herrnhut gilt als saftiger, süßsäuerlicher und aromatischer Apfel mit einem bemerkenswert hohen Gehalt an gesunden Polyphenolen.
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Reife & Lagerung: Er ist ein klassischer Herbstapfel, der ab September reif ist. Im Lager hält er sich meist bis Januar oder Februar.
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Verwendung: Die Sorte eignet sich hervorragend als frischer Tafelapfel, für die Gewinnung von hochwertigem Apfelsaft sowie für sortenreine Brände.