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Pfarrling

Unterlage: Bittenfelder Sämling
Virusprüfung: 10 / 051
Lieferant: Kutter, Memmingen

Anpflanzung am 27. Oktober 1995 von Michael Staiger

 


Der Pfarrling ist eine seltene, sehr alte regionale Apfelsorte, die heute fast ausschließlich als historische Liebhabersorte auf Streuobstwiesen zu finden ist.

Herkunft & Geschichte

  • Die genaue Entstehungsgeschichte verliert sich in der Vergangenheit, jedoch ist der Apfel als traditionelle Sorte stark im süddeutschen Raum verwurzelt und wird heute von Erhaltungsinitiativen wie der Schwäbischen ObstArche geschützt.

  • Aus dem kommerziellen Obstanbau ist er fast völlig verschwunden und gilt heute als ein wertvolles Relikt historischer Streuobstbestände zur Wahrung der regionalen Artenvielfalt.

Baum & Wuchs

  • Der Baum gilt als robust, hervorragend an das lokale Klima angepasst und eignet sich daher bestens für den extensiven, traditionellen Streuobstanbau.

  • Er trotzt den regionalen Witterungsbedingungen zuverlässig, wächst zu einem stabilen Landschaftselement heran und kommt auch mit raueren Lagen sehr gut zurecht.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die Früchte zeigen das klassische, eher unaufdringliche Bild typischer historischer Wirtschafts- und Mostsorten.

  • Geschmack: Das Fruchtfleisch zeichnet sich durch ein sehr dichtes Aroma, eine kräftige, betonte Säure und einen im Vergleich zu Tafeläpfeln recht hohen Gerbstoffanteil aus.

  • Reife & Lagerung: Die Ernte erfolgt im Herbst. Wie viele alte Wirtschaftssorten ist er weniger für eine lange Kellerlagerung, sondern vielmehr für die zügige Verarbeitung nach der Ernte ausgelegt.

  • Verwendung: Gerade wegen seiner rustikalen Eigenschaften liefert er beim Mosten und insbesondere beim Brennen eines charakterstarken Obstlers deutlich tiefere, komplexere Ergebnisse als moderne Tafeläpfel.

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