Frühe rote Meckenheimer

| Virusprüfung: | 13 / 012 |
| Lieferant: | Ulmer, Weilheim/Teck |
Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Max Jakobus
Die „Frühe Rote Meckenheimer“ ist eine traditionelle und sehr bekannte Süßkirschensorte (Prunus avium).
Herkunft & Geschichte
-
Entstehung: Die Sorte stammt aus der Vorderpfalz und wurde dort im Jahr 1907 entdeckt.
-
Bedeutung: Vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren galt sie als eine der wichtigsten und verbreitetsten Frühkirschen in Westdeutschland. Im „Obstsorten-Atlas“ wird sie wegen ihrer Wüchsigkeit und Ertragstreue als klassisches Standardsortiment geführt.
Baum & Wuchs
-
Wuchseigenschaften: Der Baum wächst aufrecht, bildet kräftige Leittriebe und baut eine hochovale bis eiförmige, dichte Krone auf.
-
Blüte & Befruchtung: Sie blüht vergleichsweise früh mit überreichem Blütenbesatz und gilt als hervorragender Pollenspender sowie guter Befruchtspartner für andere früh blühende Kirschsorten.
-
Robustheit: Die Sorte ist relativ unkompliziert, allerdings kann es in nassen Jahren bei den dicht beieinandersitzenden Früchten zu Fruchtmonilia (Fäulnis) kommen.
Frucht & Verwendung
-
Aussehen: Die Kirschen sind groß, herzförmig und glänzend rot bis dunkelrot oder rot-violett gefärbt. Auffällig sind die kräftigen, hellgrünen und ungewöhnlich langen Stiele.
-
Geschmack & Fleisch: Das weiche Fruchtfleisch ist rot (mit leicht färbendem Saft) und schmeckt bei Vollreife fruchtig-süß und aromatisch. Zudem gilt die Sorte als recht platzfest.
-
Reifezeit: Die Ernte fällt je nach Region und Standort auf Anfang bis Mitte Juni (in der Vorderpfalz meist zwischen dem 5. und 15. Juni). Durch diese sehr frühe Reife sind die Früchte oft kaum von Kirschfruchtfliegen (Maden) befallen.
-
Verwendung: Sie eignet sich hervorragend als Naschobst direkt vom Baum, aber auch wunderbar zum Backen, für Marmeladen oder zur Satherstellung.