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Schöner vom Illertal

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Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Holger Höchsmann


Der Schöner vom Illertal (häufig auch unter den Züchternamen Mauks 105 oder Mauks Hybride bekannt) ist eine recht junge, sehr interessante regionale Apfelsorte aus Süddeutschland. Er vereint in sich die hervorragenden Eigenschaften zweier namhafter historischer Klassiker und stellt eine wertvolle Bereicherung für den regionalen Streuobstanbau dar.

Herkunft & Geschichte

  • Die Lokalsorte stammt aus Baden-Württemberg und ist eine gezielte Kreuzung, die von der bekannten Baumschule Mauk in Lauffen am Neckar durchgeführt wurde. Aufgrund dieses Ursprungs wird der Apfel oft auch unter den Arbeitstiteln der Baumschule geführt.

  • Es handelt sich um eine direkte Kreuzung aus den beiden bewährten Apfelsorten Landsberger Renette und Freiherr von Berlepsch (kurz Berlepsch). Das Zuchtziel war es, die hohe Ertragssicherheit und Robustheit der Renette mit dem exzellenten, edlen Aroma des Berlepsch in einer neuen Sorte zu kombinieren.

Baum & Wuchs

  • Der Baum entwickelt sich recht kräftig und bildet eine gut verzweigte, stabile Krone aus. Er eignet sich dadurch sehr gut für den extensiven Anbau auf regionalen Streuobstwiesen als robuster Hoch- oder Halbstamm, macht aber auch in Hausgärten eine gute Figur.

  • Durch das Erbe der Landsberger Renette bringt die Sorte eine gute Frosthärte und allgemeine Standorttoleranz mit. Dennoch bevorzugt der Baum eher warme und sonnige Lagen, um seine volle Fruchtqualität und das charakteristische Aroma optimal ausbilden zu können.

  • Die Blütezeit liegt im mittleren Bereich. Der Baum gilt als recht anspruchslos, sehr ertragssicher und liefert verlässliche Ernten.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die mittelgroßen Früchte besitzen eine glatte, ansprechende Schale. Die Grundfarbe ist grünlich-gelb, die auf der Sonnenseite (je nach Belichtung) von einer schönen, rötlichen Deckfarbe überzogen wird, welche oft leicht marmoriert oder gestreift in Erscheinung tritt.

  • Geschmack: Das Fruchtfleisch ist fest, saftig und feinzellig. Geschmacklich zeigt der Schöne vom Illertal ganz klar das edle Erbe des Berlepsch: Er bietet ein sehr feines, hochwertig erfrischendes und angenehm süßsäuerliches Aroma mit einer tollen Würze.

  • Reife & Lagerung: Die Sorte zählt zu den klassischen Herbstäpfeln. Die Fruchtreife beginnt mittel bis spät, meist ab Anfang Oktober. Nach einer kurzen Nachreife entfaltet er sein volles Potenzial und lässt sich in einem kühlen Naturlager gut bis in den Winter hinein aufbewahren.

  • Verwendung: Aufgrund seines exzellenten, feinwürzigen Geschmacks ist der Schöner vom Illertal in erster Linie ein herausragender Tafelapfel für den direkten Frischeverzehr. Durch seine gute Struktur lässt er sich aber auch vielseitig in der Küche verarbeiten.

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