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Josef Musch

Unterlage: Bittenfelder Sämling
Virusprüfung: 10 / 234
Lieferant: Kutter, Memmingen

Anpflanzung am 27. Oktober 1995 von Franz Staiger

Der Josef Musch (gelegentlich auch Joseph Musch geschrieben) ist eine traditionelle historische Apfelsorte.

Herkunft & Geschichte

  • Die Sorte ist um 1872 als Zufallssämling in Belgien entstanden.

  • Entdeckt wurde sie von Joseph Musch und in den Handel gebracht beziehungsweise eingeführt durch die Baumschule Galopin in Lüttich.

  • Sie ist vor allem in kühleren Regionen und in höheren Lagen (über 500 m) zu finden, wo sie eine ausgezeichnete Gesundheit zeigt.

Baum & Wuchs

  • Der Baum wächst in der Jugend mittelstark, lässt im Wuchs später etwas nach und bildet eine mittelgroße, flach pyramidale und recht lichte Krone.

  • Er stellt nur geringe Ansprüche an Klima und Boden, ist äußerst robust und eignet sich hervorragend für den Hausgarten sowie den Streuobstanbau.

  • Die Blüte erscheint früh und ist vergleichsweise unempfindlich. Da die Sorte allerdings triploid ist, eignet sie sich nicht als Pollenspender für andere Sorten.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die Früchte sind groß bis sehr groß (ca. 200 g), flachkugelförmig und oft etwas ungleichhälftig. Die Schale ist glatt, derb und zur Reife hin leicht fettig. Die Grundfarbe ist gold- bis strohgelb, auf der Sonnenseite rötlich gestreift, geflammt oder verwaschen.

  • Fruchtfleisch & Geschmack: Das weißlich-gelbe bis gelbliche Fruchtfleisch ist eher grobzellig, mürbe und etwas trocken. Geschmacklich ist der Apfel angenehm weinsäuerlich bis süß, besitzt jedoch nur wenig ausgeprägtes Aroma.

  • Reife & Haltbarkeit: Die Ernte beginnt ab Mitte September. Im kühlen Naturlager hält sich der Apfel etwa vier Monate (Genussreife bis Januar).

  • Verwendung: Er wird vor allem als Wirtschafts- und Tafelapfel genutzt.

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