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Bühler Frühzwetschge

Unterlage: St. Julien A
Virusprüfung: 10 / 090
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Baumgartner, Pfarrkirchen

Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Otto Maß

Die Bühler Frühzwetschge (oft auch einfach Bühler Zwetschge genannt) ist eine der bekanntesten und traditionellsten Frühzwetschgensorten in Deutschland.

Herkunft & Geschichte

  • Entstehung: Die Sorte ist ein Zufallssämling, der um 1840 in Kappelwindeck bei Bühl in Baden entdeckt wurde.

  • Verbreitung: Sie hat sich schnell im süddeutschen Raum und darüber hinaus als eine der wichtigsten Erwerbs- und Liebhabersorten für den frühren Zwetschgenmarkt etabliert.

Baum & Wuchs

  • Wuchseigenschaften: Der Baum zeigt in der Jugend einen kräftigen Wuchs, bildet später eine mittelgroße, kugelige bis breitpyramidale Krone aus und lässt sich gut durch Schnitt erziehen.

  • Standort & Klima: Sie stellt nur mäßige Ansprüche an den Boden, bevorzugt aber nährstoffreiche, gut feuchte Böden. Die Sorte kommt mit normalen, wärmeren Lagen gut zurecht, sollte jedoch in allzu kalten Spätfrostlagen geschützt stehen.

  • Ertrag: Die Sorte zeichnet sich durch einen früh einsetzenden und regelmäßigen Ertrag aus.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die Früchte sind mittelgroß bis groß, länglich bis eiförmig und auffallend dunkelblau bis violett-blau gefärbt, oft mit einer hellen, weißlichen Wachsschicht überzogen.

  • Fruchtfleisch & Geschmack: Das goldgelbe bis bernsteinfarbene Fruchtfleisch ist fest, lässt sich gut vom Stein lösen (freistehend) und schmeckt angenehm süß-säuerlich und saftig.

  • Reifezeit: Die Reifezeit beginnt früh – je nach Region meist ab Anfang bis Mitte August, wodurch sie zu den ersten verfügbaren Zwetschgen des Jahres gehört.

  • Verwendung: Die Bühler Frühzwetschge ist ein hervorragendes Wirtschafts- und Backobst (ideal für den klassischen Zwetschgenkuchen, da sie beim Backen gut die Form hält), eignet sich aber auch hervorragend für den Frischverzehr, zum Einkochen oder für Marmeladen.

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