Pfaffenhofer Schmelzling



| Unterlage: | Bittenfelder Sämling |
| Virusprüfung: | 10 / 090 |
| Lieferant: | Baumgartner, Pfarrkirchen |
| Stammbildner: | Maunzenapfel |
Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Dagmar und Heinz Klauer
Schon in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde in Pfaffenhofen an der Roth eine Bezirksbaumschule errichtet - sicherlich eine der ersten in Schwaben. Diese gab in den folgenden Jahrzehnten dem Obstbau in unserem Landkreis und darüber hinaus eine stark fördernde Wirkung.
Mit der Betreuung und Bewirtschaftung wurde der damals angehende Bezirksstraßenwärter Benedikt Beyer aus Erbishofen beauftragt, der seine Ausbildung bei Lukas in Reutlingen genoss. Benedikt Beyer war ein sehr aufgeschlossener Mann, der die Baumschule vorzüglich bewirtschaftete.
Bei der Anzucht verschiedener Sämlingsaussaaten war ihm der heutige Pfaffenhofer Schmelzling als Sämling besonders aufgefallen. Mit seinem kräftigen Wachstum, vor allem durch seine enorme Frostresistenz in den Frostwintern 1939 und 1942 sowie 1955, hat er sich als Unterlage und Sorte sehr gut bewährt.
Herkunft & Geschichte
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Entstehung: Die Sorte entstand um 1880/1895 als Zufallssämling und wurde von Benedikt Beyer in einer Baumschule in Pfaffenhofen an der Roth entdeckt.
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Bedeutung: Nachfolger wie Sebastian Schmid (der erste bayerische Bezirksbaumwart) förderten die Sorte stark. Sie bewährte sich dank ihrer extremen Frosthärte (unter anderem in den harten Wintern 1939, 1942 und 1955) hervorragend und wurde zeitweise auch als Stammbildner verwendet.
Baum & Wuchs
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Wuchseigenschaften: Der Baum zeigt einen mittelstarken bis starken Wuchs (im Jugendstadium besonders kräftig) und entwickelt eine leicht hängende Krone.
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Standort & Klima: Die Sorte stellt keine extremen Ansprüche an Boden oder Klima, ist sehr frosthart und gedeiht problemlos in raueren Lagen.
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Widerstandskraft: Wegen seines gesunden Wachstums gilt der Baum als sehr robust, sodass aufwendiger Pflanzenschutz in der Regel entbehrlich ist.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die Frucht ist mittelgroß, flachrund, gleichmäßig aufgebaut und hat eine glatte Schale. Die Grundfarbe ist zunächst grünlich, wechselt später zu Zitronengelb und zeigt auf der Sonnenseite oft eine leichte Rötung. Das Fruchtfleisch ist auffällig weiß.
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Geschmack & Reife: Der Apfel hat ein gutes Zucker-Säure-Verhältnis, ist saftig und besitzt ein angenehm säuerlich-frisches Aroma. Die Genussreife beginnt ab Dezember und hält sich im Lager bis in den März.
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Verwendung: Er wird sowohl als klassischer Tafel- und Wirtschaftsapfel genutzt als auch wegen seiner Safteigenschaften sehr gerne zum Keltern (Mosten), Backen oder Dörren verwendet.