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Spätblühender Taffetapfel

Unterlage: Bittenfelder Sämling
Virusprüfung: 10 / 090
Lieferant: Baumgartner, Pfarrkirchen
Stammbildner: Maunzenapfel

Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Gerlinde und Felix Pany

Der Spätblühende Taffetapfel (auch unter historischen Synonymen wie Davidapfel, Ebners Taffetapfel oder Taffetas Tardif bekannt) ist eine traditionelle und sehr robuste alte Obstsorte.

Herkunft & Geschichte

  • Entstehung: Die Sorte wurde um 1860/1872 als Zufallssämling in Hohenheim (Württemberg) entdeckt.

  • Bedeutung: Durch ihre außergewöhnlich späte Blüte gilt sie als extrem fruchtsicher, da sie Spätfröste im Frühjahr zuverlässig umgeht. Sie ist unter anderem bei ProSpecieRara als erhaltenswerte alte Lokalsorte gelistet.

Baum & Wuchs

  • Wuchseigenschaften: Der Baum wächst kräftig, bildet eine aufrechte und pyramidale Krone und eignet sich sowohl für den Hausgarten als auch hervorragend für den klassischen Streuobstanbau.

  • Gesundheit: Die Sorte zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Vitalität und Robustheit aus; sie ist kaum anfällig für Krankheiten wie Schorf oder Mehltau und kommt auch mit rauen Extremlagen gut zurecht.

  • Blüte: Die Blüte setzt im Vergleich zu anderen Apfelsorten sehr spät ein (oft erst ab Mai/Juni), weshalb sie ein beliebter und sicherer Ertragsbringer in frostgefährdeten Regionen ist.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die Früchte sind klein bis mittelgroß und breitkugelig geformt. Die glatte Schale ist grünlich-gelb und zeigt auf der Sonnenseite oft eine hübsche, rötliche Deckfarbe, verziert mit feinen Schalenpunkten.

  • Geschmack & Fleisch: Das Fruchtfleisch ist saftig und bietet einen erfrischenden, feinsäuerlich bis herbsäuerlichen Geschmack.

  • Reife & Lagerung: Die Erntezeit beginnt meist im September. Je nach genauer regionaler Variante und Reifegrad reicht die Genussreife von Herbst bis in die Wintermonate (Oktober bis Januar).

  • Verwendung: Der Apfel wird sowohl für den Frischverzehr und zum Backen als auch sehr gerne als Wirtschaftsapfel für die Herstellung von Saft, Most oder Cidre geschätzt.

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